Fördermittel für vier Projekte mit einer Gesamtsumme von rund 332.000 Euro hat der Stiftungsrat der Bayerischen Landesstiftung bei seiner jüngsten Sitzung für Stadt und Landkreis Regensburg bewilligt. Das teilen die beiden Landtagsabgeordneten Patrick Grossmann und Jürgen Eberwein (beide CSU) in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit. Die Bayerische Landesstiftung unterstützt auch in diesem Jahr wieder zahlreiche soziale und kulturelle Projekte in ganz Bayern. Mit ihren Zuschüssen leistet sie einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie zum Erhalt wertvoller Baudenkmäler und historischer Identität.
Den größten Zuschuss erhält der Strohhalm Regensburg e.V. für den Neubau der Begegnungsstätte für Obdachlose und Bedürftige. Die Bayerische Landesstiftung unterstützt das Vorhaben mit 263.000 Euro. „Der Strohhalm leistet seit vielen Jahren unverzichtbare Arbeit für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Mit dem Neubau entstehen moderne und zukunftsfähige Räumlichkeiten, die den Bedürfnissen der Hilfesuchenden ebenso gerecht werden wie den Anforderungen an eine zeitgemäße soziale Einrichtung. Die Förderung der Landesstiftung ist deshalb ein wichtiges Signal der Wertschätzung für dieses herausragende soziale Engagement“, betont Eberwein.
Weitere 44.500 Euro fließen in die Sicherung und Konservierung der Wand- und Bodenepitaphe des Gesandtenfriedhofs an der Evangelisch-Lutherischen Dreieinigkeitskirche Regensburg. „Der Gesandtenfriedhof ist ein einzigartiges kulturhistorisches Zeugnis von internationalem Rang und ein bedeutender Bestandteil des Regensburger Welterbes. Es freut mich sehr, dass seine Erhaltung unterstützt, wird“, so der CSU-Abgeordnete. Der Finanzierungsplan zum Erhalt des Gesandtenfriedhofs enthält Gelder aus verschiedenen Töpfen des Freistaats und des Bundes. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege stellt 220.000 Euro zur Verfügung.
Im Landkreis Regensburg erhält die Katholische Kirchenstiftung Mariä Geburt eine Förderung in Höhe von 18.374 Euro für die Innenrenovierung der Katholischen Filialkirche Mariä Geburt in Endorf (Markt Laaber). Das im Jahr 1610 errichtete Gotteshaus blickt auf eine über 400-jährige Geschichte zurück und ist ein bedeutendes Zeugnis der regionalen Kirchen- und Kulturgeschichte. Umso dringlicher ist die Sanierung: Im Kircheninnenraum haben starke Feuchtigkeitsschäden und großflächige Putzablösungen die Bausubstanz erheblich beeinträchtigt. Zeitweise musste die Kirche sogar vollständig geschlossen werden, da die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet war. „Umso mehr freut es mich, dass die Bayerische Landesstiftung dieses wichtige Sanierungsvorhaben unterstützt“, betont Grossmann, der sich bereits im Vorfeld für eine Förderung eingesetzt hatte. „Hier zieht die gesamte Dorfgemeinschaft an einem Strang, um die notwendigen Eigenmittel für die Innenrenovierung aufzubringen. Dieses außergewöhnliche Engagement verdient große Anerkennung“, so der Abgeordnete.
Weitere Fördermittel fließen nach Riekofen: Dort wird die Instandsetzung der Fassade sowie die Erneuerung der Fensterläden eines Anwesens im Schlossweg mit 6.000 Euro bezuschusst.
„Die Fördermittel tragen dazu bei, unsere regionale Identität zu bewahren, wertvolle Bausubstanz zu sichern und Orte des gesellschaftlichen Zusammenhalts zu stärken. Das ist ein starkes Signal für unseren ländlichen Raum“, so Grossmann. Eberwein ergänzt: „Die Zuschüsse der Bayerischen Landesstiftung zeigen einmal mehr, dass Bayern sowohl soziale Verantwortung übernimmt als auch sein reiches kulturelles Erbe konsequent schützt“.
